Ich will sie mir nicht in der Horizontalen vorstellen!

Mit diesem Spruch machte ein Tiroler Politiker auf sich aufmerksam als er bei einer Rede erfuhr dass eine kranke Politikerin zu Hause per Live-Stream der Sitzung folgte.

Der Protest bei der Sitzung war überschaubar, im Netz und den Medien schlugen nun die Wellen hoch. Sexismus wird seitens der Frauen geortet, die Männer sehen das nicht so.

Wann ist es Sexismus?

Ich denke, die Frage lässt sich recht einfach beantworten – wenn ein Spruch, eine Tat oder ein Verhalten nicht bei einer Person des anderen Geschlechtes passieren würde. Hätte der Politiker genauso gesagt? „den xy möchte ich mir nicht in der Horizontalen vorstellen“. Wohl kaum! Denn auch im österreichischen Sprachgebrauch wird diese Formulierung gewöhnlicherweise im sexuellen Umfeld gesehen.

Die Aufregung wert?

Vor der #metoo Bewegung hätte wohl kein Hahn und schon gar kein Medium darüber berichtet – und wenn man die Reaktionen der anwesenden Frauen beobachtet sind diese belustigt oder peinlich berührt aber nicht erbost. Sind solche Sprüche gegenüber Frauen doch alltäglich. Auch der Redner selbst erkennt zwar seine unglückliche Wortwahl aber versteht wohl nicht die wahre Bedeutung. Denn in unserer Gesellschaft ist der anzügliche Spruch und Witz ein Teil des männlichen Rollenverständnisses. Und dem gilt es entgegenzuwirken. Dafür wird es auch überzogene Reaktionen geben. Doch mein Mitleid hält sich in Grenzen, denn Jahrhunderte lang mussten wir Frauen für diese Machoverhalten herhalten, und mit uns hatte auch keiner Mitleid!

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